Behandlung von Zahnfleischerkrankungen

Was ist eine Zahnfleischerkrankung (Parodontitis)?

Als Parodontitis, umgangssprachlich oft Parodontose genannt, bezeichnet man die Entzündung von Zahnfleisch und Kieferknochen (Zahnhalteapparat) sowie den dadurch verursachten Abbau dieser Gewebestrukturen. Paradontitis führt letztendlich zu Zahnverlust.

Was können Sie dagegen tun?

Erhaltungstherapie

Die Erhaltungstherapie ist eine Intensiv-Zahnreinigung, die speziell auf die Bedürfnisse von Parodontitis-Patienten abgestimmt ist. Dauerhaft erfolgreich kann sie nur bei regelmäßiger, meist lebenslanger Weiterbehandlung sein. Bei ungünstiger Ausgangssituation ist der bleibende Erfolg leider nicht gesichert.

Die Kosten werden normalerweise von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.

Die Behandlung erfolgt meistens mit speziellen Ultraschallgeräten. Sie reinigen die Wurzeloberfläche, zerstören die Zellmembran der Bakterien und spülen entzündetes Gewebe aus den Taschen, sodass sich das zerstörerische Milieu nicht innerhalb weniger Monate wieder aufbaut. Patienten mit Herzerkrankungen benötigen begleitend eine Antibiotika-Prophylaxe.

Neuerdings werden auch Verfahren zur Knochenregeneration angewendet, um durch Parodontitis angegriffene Kieferknochen wieder aufzubauen.

Parodontitis-Behandlung

Falls die Schäden am Zahnhalteapparat schon weiter fortgeschritten sind, hilft nur noch eine umfassende Parodontitis-Behandlung. Mit unterschiedlichen Hilfsmitteln werden die Ablagerungen und die Bakterien unter dem Zahnfleisch entfernt. Dies ist ein langwieriges Verfahren, das unter Umständen eine lebenslänglich periodische Behandlung erfordert.

Die Parodontitis-Behandlung wird seit Januar 2004 von den Krankenkassen nur noch übernommen, wenn eine günstige Prognose vorliegt und die Mitarbeit des Patienten gewährleistet ist. In der Regel erwarten die Krankenkassen daher, dass der Patient die Kosten für die ersten beiden Prophylaxe-Sitzungen von je 30 Minuten selbst trägt. Die Kosten dieser Vorbehandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen also nicht erstattet.

Prophylaxe

Regelmäßige Intensiv-Zahnreinigung ist die beste vorbeugende Behandlung gegen Parodontitis. Werden die beginnenden Entzündungen und Zahnfleischtaschen frühzeitig erkannt, heilen sie durch regelmäßige Zahnreinigungen wieder aus. Kleinere Taschen schließen sich wieder und die Entzündung geht zurück.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen zum Teil die Kosten für Prophylaxemaßnahmen gemäß der Gebührenordnung für Zahnärzte. Darüber hinaus gibt es Zusatzversicherungen, die Kosten übernehmen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

Private Krankenkassen übernehmen normalerweise alle Kosten für die prophylaktischen Maßnahmen. Wenden Sie sich bei Fragen an Ihre Krankenkasse. Der Rechnung liegt die Gebührenordnung für Zahnärzte zugrunde.

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